Altstadt Werkstatthaus, Zürich ZH

Info

Bauherrschaft: Privat
Bausumme BKP 1 - 9:
Nettogeschossfläche: 100 m2
Volumen nach SIA 416: -
Arbeitsumfang: 100 % SIA
Leistung: Gesamtleitung mit Bauleitung
Projektstart/-ende: 2018
Fotos: Simon Habegger, Daniela Aeberli

Energetische Sanierung und Restauration Schutzobjekt
Werkstatthaus in Kernzone von 1767

In diesem Werkstattgebäude, inmitten der Zürcher Altstadt, arbeiten wir in einem gemischten Team aus Architekten und Innenarchitekten. Nach einem langjährigen Mietverhältnis durften wir für die Eigentümerschaft eine energetische Sanierung der Dachhaut und der Hoffassade ausführen, im Inneren wurden die Räume sanft restauriert, so dass sich Komfort für uns wesentlich verbessert haben und sich die einmalige Atmosphäre nachhaltig auf ein gutes Arbeitsklima auswirken kann.

Beim Objekt handelt es sich um ein Werkstattgebäude an der Obmannamtsgasse in der Zürcher Altstadt. Das Entstehungsjahr der Baute und die historischen Originalität seiner heutigen Erscheinung ist nicht klar identifizierbar; es fehlen die historischen Quellen. Allerdings ist das kleinmassstäbliche Haus auf verschiedenen Karten erkennbar; wie beispielsweise auf der Wildkarte von 1850 oder auf dem Müllerplan aus dem Jahr 1788 - 1793. Das zweigeschossige Werkstattgebäude tritt als massiver, weiss gestrichener Baukörper mit darüberlegendem Walmdach in Biberschwanzziegeleindeckung in Erscheinung. Die Fassade ist klassisch unterteilt mit einem Sockel und darüber liegendem Hauptvolumen. Zwei rundbogenförmige Öffnungen rhythmisieren diese Fassade; beide gefasst von einem feinausgearbeiteten Sandsteingewände. Kaum ersichtlich, dass sich hinter dieser Fassade ein längsorientierter zweigeschossiger Baukörper verbirgt, wobei das Souterrain weiter in einen Innenhof führt, welcher sich zwischen Werkstatthaus und einem Vorderhaus aufspannt. Auch heute noch befinden sich das Werktattgebäude und Vorderhaus eigentumsrechtlich auf derselben Parzelle. Auch besteht vom Innenhof ausgehend immer noch eine Verbindung zum Vorderhaus. Es lässt sich daher vermuten, dass das heutige Werkstattgebäude historisch das Hinterhaus, als Handwerkerhaus, zum Vorderhaus bildete. Demzufolge bildet es einen historischen und situativen Zeugenwert zur Art und Weise der gewachsenen Struktur der Altstadt von Zürich.

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