Die Gebäudeanalyse und Machbarkeitsstudie der Sanierungsvarianten sollen die Grundlage für die Objektbewirtschaftung im Sinne einer Handhabungsempfehlung sein. Der ermittelte Finanzierungsbedarf und der Grobterminplan der Varianten sollen nebst der Berechnung von Ertrag/Rendite auch Entscheidungen über kurz-/mittel-/langfristige Instandsetzungsbedarf der Liegenschaft ermöglichen.
Die Angestelltenhäuser Burghölzli stehen in drei Gruppen auf einem grossen, trapezförmigen Grundstück im südöstlichen Teil des Dreiecks Weineggstrasse, Weineggweg und Kartausstrasse. Fast auf der Kuppe des Burghölzlihügels stehend, sind sie nur durch die Kartausstrasse vom Areal der kantonalen Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli getrennt. Das Grundstück selbst ist üppig druchgrünt, zum Teil mit Rasen und einzelnen Bäumen, zum Teil mit kleinen Nutzgartenanalgen bepflanzt. Um die Siedlung herum öffnen sich grösssere Wiesen während im Südosten der Wald der Klinik die üppige Grünzone ergänzt. Die Angestelltenhäuser Burghölzli wurden in drei malerischen Gruppen erstellt, die das Grundstück in abwechslungsreiche Kammern unterteilen. Während der Raum gegen die Strasse vorwiegend für Rasenflächen, einzelne Bäume und kleine Nutzgärten reserviert wurde, sind die Grunstückpartien hinter den Häusern stellenweise bekiest und mit Wäscheaufhängvorrichtungen ausgestattet. Ein einfacher Holzlattenzaun grenzt die Gärten gegen die Strasse ab. Die Gebäude selbst sind im Detail leicht unterschiedlich ausgeführt. Gemeinsam ist ihnen jedoch die stilistische Anlehnung an traditionelle Zürichseehäuser mit den typischen grossflächen gebrochenen Sattel- und Walmdächer, den schlichten steinernen Fensterrahmen und den verschindelten Walm- und Satteldachlukarnen. Die Fassaden sind mehrheitlich symmetrisch bzw.regelmässig befenstert. Zweiflüglige und doppelte Rechteckfenster wechseln mit kleineren, schmaleren Fenstern ab. In den Giebelfelder finden sich Ochsenaugen oder kleine quadratische Oeffnungen mit Klappläden. Die Haustüren, machmal mit gewalmtem Vordach, sind meist mit waagrechtem Sturz versehen, oft von einem Fenster flankiert. Die Hauseingänge der Gebäude Kartausstrasse 57 und 59 werden von Rundbögen mit Abschlussstein und einer Art Kapitellen überwölbt. Die Dachhaut wird neben den verschindelten Lukarnen auch von verputzten, grösseren Dachhäuseren und Giebeln durchbrochen sowie von kleinen Blechgauben mit Rundbogenform. Typisch für den sich an eine traditionelle Architektur anlehnenden romantischen Heimatstil sind auch die büchsenförmigen Wassersammler an den Traufen. Die acht Gebäude, in drei Häusergruppen gefasst, erzhielten ursprünglich insgesamt sieben einfache Zweizimmer Wohnungen, eine Zweizimmerwohnung mit Dachkammer, achtzehn Dreizimmer und acht Vierzimmerwohnungen. Die Siedlung mit den drei Häusergruppen samt Gärten mit Einfriedung und Bärenbrunnen wurde 1995 durch die kommunale Denkmalpflege inventarisiert.